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GETEC 2026

Die Gebäude.Energie.Technik in Freiburg im Breisgau hat auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll gezeigt, welche Dynamik im nachhaltigen Bauen und insbesondere im urbanen Holzbau steckt.

Bereits am Vormittag bot das Expertenforum auf der Messe Impulse zur Verbindung von Stadtentwicklung und Energiewende, unter anderem mit Blick auf das Projekt Dietenbach in Freiburg.
Das Side-Event „Der Holzbau ist in der Stadt“ mit dem Fokus auf der Umsetzung von Großprojekten in bestehenden Strukturen und nachhaltige Gebäudenutzung durch flexible Grundrisse, fand anschließen statt.

Den inhaltlichen Auftakt unseres Nachmittagsprogramms gestaltete Peter Cheret im Rahmen des Holz Innovativ Programms. Mit einem historischen Blick auf den Holzbau in der Stadt machte er deutlich, dass Holz nie aus dem urbanen Raum verschwunden war, sondern sich seine Rolle kontinuierlich weiterentwickelt hat. Er spannte den Bogen von traditionellen Bauweisen über architektonische Meisterleistungen bis hin zu aktuellen Fragestellungen im Kontext von Klimawandel und Ressourcenschonung. Dabei wurde klar: Die veränderten Anforderungen an Kreislauffähigkeit, CO₂-Reduktion und nachhaltige Stadtentwicklung eröffnen dem Holzbau neue Perspektiven – gerade in dicht bebauten Städten.

Im Anschluss präsentierten Andres Haller und Urs Haller das Rathaus Aldingen, umgesetzt von der Markus Haller Zimmerei GmbH & Co. KG. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie sich eine moderne Holzskelettbauweise mit gegossenen Betontürmen kombinieren lässt. Die Referenten gaben Einblicke in konstruktive Details, planerische Herausforderungen und die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Besonders im kommunalen Bereich wird sichtbar, welches Potenzial im mehrgeschossigen Holzbau liegt, wenn Tragwerk, Architektur und Ausführung frühzeitig aufeinander abgestimmt werden.

Ein weiterer Höhepunkt war die Vorstellung des fünfgeschossigen Gewerbebaus Flow1986 in Offenburg, realisiert von der Holzbau Südwest GmbH. Peter Waibel von Waibels Architektur, Alexander Leib von Die Holzbauingenieure und Herbert Duttlinger beleuchteten das Projekt aus unterschiedlichen Perspektiven. Von der ersten Idee über die integrale Planung bis zur Umsetzung.
Im Mittelpunkt standen die Realisierung eines großmaßstäblichen Holzbaus im urbanen Kontext, flexible Grundrisskonzepte für eine langfristige Nutzung sowie technische und statische Anforderungen eines mehrgeschossigen Gewerbebaus. Das Projekt verdeutlicht, wie leistungsfähig und wirtschaftlich moderner Holzbau heute ist.

Abgerundet wurde das Programm durch eine moderierte Gesprächsrunde mit intensivem Austausch zwischen Referenten und Publikum. Architekten, Planer, Bauträger und Holzbauunternehmen diskutierten praxisnah über Chancen, Herausforderungen und Rahmenbedingungen für den urbanen Holzbau. Die Gespräche setzten sich im Anschluss auf unserer Standparty fort, die sich inzwischen zu einem festen Treffpunkt der Branche entwickelt hat.

Unser Fazit: Der Holzbau ist in der Stadt angekommen – als zukunftsfähige Antwort auf nachhaltige, flexible und ressourcenschonende Baukonzepte. Wir danken allen Referenten und Gästen für den wertvollen Dialog und freuen uns auf die kommenden Projekte.

Ein großer dank gilt natürlich unsere Sponsoren